Lucia di Lammermoor
Oper Graz, 2019

Ein blutverschmiertes Kleid, ein Messer in der Hand, das Gesicht vom Wahnsinn gezeichnet. Hat Lucia noch in der Hochzeitsnacht ihren Gatten ermordet? Geliebt hat sie einen anderen und liebt ihn noch. Edgardo, Erzfeind ihres Bruders Enrico.  Lucia wird zum Spielball eines Krieges um Ehre, Macht und Geld zweier verfeindeter Familien.

 

Das Team  lässt sich von der Hysterieforschung des ausgehenden 19. Jahrhunderts inspirieren und „ […] verlegt die Handlung in ein sogenanntes Operation Theatre des fin de siècle; in der Zeit des rasanten medizinischen Fortschritts wurden in diesen amphitheaterartigen Lehrsälen Behandlungen bis hin zu Operationen durchgeführt. Enrico Ashton ist hier ein angesehener Arzt, der, um seine Forschung zu finanzieren, seine Schwester mit dem reichen Arturo zwangsverheiraten möchte. Blöderweise hat diese aber schon Edgardo, der in Enricos OP Medikamente mitgehen lässt, um das einfache Volk zu behandeln, ewige Treue geschworen. Und wie Fans von einschlägigen Krankenhausserien wissen, enden medizinische Dreiecksgeschichten selten glücklich.“     


– Isabella Steppan, bachtrack

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Musikalische Leitung
Andrea Sanguineti

Regie
Verena Stoiber

Bühne
Sophia Schneider

Kostüme
Sophia Schneider

Fotos
Werner Kmetitsch

 

Edgardo
Pavel Petrov

Enrico
Rodion Pogossov

Lucia
Ana Durlovski

Arturo
Albert Memeti

Raimondo
Alexey Birkus

Alisa
Andrea Purtić

Normanno
Martin Fournier

Glasharmonika
Christa Schönfeldinger

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“Natürlich ist es gewagt, eine so radikal neue Sichtweise auf ein Werk zu präsentieren, aber in Stoibers Inszenierung funktioniert dieses Unterfangen ganz ausgezeichnet.”


— Isabella Steppan, bachtrack

„Diese Geschehnisse des medizinischen Rahmens verzahnen sich mit der Kernhandlung von Donizettis Oper durchaus geschickt.“ 

 

– Peter Skopera, Online Merker